Stress, Langeweile und die Zigarette

„Bei Stress brauche ich eine Zigarette.“ Oder: „Wenn mir langweilig ist, rauche ich mehr.“ Solche Sätze hören sich zunächst selbstverständlich an. Aber was genau macht die Zigarette in diesen Situationen?

Die Zigarette kann eine Pause markieren

Bei Stress unterbricht das Rauchen die Arbeit. Für ein paar Minuten ist man draußen, sitzt am Fenster oder steht vor dem Gebäude. Die Pause ist real – auch wenn die Zigarette nicht die einzige Möglichkeit wäre, sie zu machen.

Bei Langeweile gibt die Zigarette Struktur

Warten, Fernsehen, Telefonieren oder unterwegs sein können Situationen sein, in denen eine Zigarette für Beschäftigung sorgt. Hände und Aufmerksamkeit haben etwas zu tun.

Wenn du diese Funktion erkennst, kannst du nach einer Alternative suchen, die tatsächlich zu dir passt.

Was brauchst du in diesem Moment wirklich?

Brauchst du Ruhe? Bewegung? Ablenkung? Kontakt? Eine Unterbrechung? Oder geht es tatsächlich um Nikotin?

Die Antwort kann jedes Mal anders sein.

Stress lässt sich nicht einfach wegrauchen

Eine Zigarette kann subjektiv kurzfristig als Entlastung erlebt werden. Ein Teil dieses Effekts kann aber auch damit zusammenhängen, dass Entzugssymptome vorübergehend nachlassen. Die Zigarette löst damit nicht automatisch die Ursache des Stresses.

Eine neue Pause kann erstaunlich vertraut werden

Wenn du regelmäßig dieselbe Pause ohne Zigarette machst, kann auch diese neue Routine vertraut werden. Du musst nicht jede Pause neu erfinden.

Das Ziel ist nicht, nie wieder Stress zu haben. Das Ziel ist, Stress nicht mehr automatisch mit einer Zigarette zu beantworten.

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