Für viele Menschen ist die Raucherpause ein fester Bestandteil des Arbeitstages. Und manchmal geht es dabei gar nicht in erster Linie um die Zigarette.
Am Aschenbecher passiert mehr als Rauchen
Kolleginnen und Kollegen treffen sich. Man bekommt nebenbei mit, was im Team passiert. Jemand erzählt von einem Gespräch, einer neuen Entscheidung oder einem Problem. Die Pause ist ein sozialer Treffpunkt.
Wenn du mit dem Rauchen aufhörst, kann deshalb die Sorge entstehen: „Dann verpasse ich etwas.“ Diese Sorge sollte man ernst nehmen.
Du musst nicht aus der sozialen Pause verschwinden
Eine Möglichkeit ist, weiterhin mit nach draußen zu gehen. Du rauchst einfach nicht mit.
Damit entsteht eine neue Erfahrung: Ich kann dazugehören, auch wenn ich nicht rauche.
Die Pause bleibt eine Pause
Vielleicht hast du die Raucherpause bisher genutzt, um kurz Abstand von der Arbeit zu gewinnen. Genau das darf bleiben.
Die neue Regel kann lauten: Pause – ich unterbreche meine Arbeit, gehe kurz raus, atme durch, rede mit Kolleginnen und Kollegen und tue etwas für mich.
Was tun, wenn das Rauchverlangen dabei stark wird?
Am Anfang kann es schwierig sein, andere rauchen zu sehen. Du kannst zunächst kürzer mitgehen oder dir einen eigenen Platz suchen. Mit der Zeit wird die Situation vertrauter.
Ein wichtiger Lernschritt
Jede Pause ohne Zigarette ist eine neue Erfahrung. Du merkst: Die Pause funktioniert. Das Gespräch funktioniert. Der Kontakt zu den Kollegen bleibt. Nur die Zigarette fehlt.
Und genau diese Erfahrung kann stärker werden als der alte Gedanke, dass eine Pause ohne Zigarette keine richtige Pause sei.

